Die Geschichte der plastischen Chirurgie
Die Geschichte der
plastischen Chirurgie reicht erheblich weiter zurück, als dies die meisten wohl für möglich halten würden. So kann
man davon ausgehen, dass bereits Jahrhunderte oder gar Jahrtausende vor Christus Methoden bekannt waren um
plastische Wiederherstellung im Sinne der plastischen Chirurgie umzusetzen. So wurden in Ägypten bereits Mumien aus
jener Zeit gefunden, bei denen noch zu Lebzeiten abgetrennte Ohren wieder angenäht wurden. Nichts desto trotz geht
man davon aus, dass die Wiege der plastischen Chirurgie gewissermaßen in Indien zu suchen ist. Dort war schon 1200
Jahre vor Christus eine Methode bekannt, wie man aus Stirnhaut eine amputierte Nase rekonstruieren konnte.
Eingedenk der Tatsache, dass das Amputieren der Nase eine häufige Strafe für Verbrecher und Kriegsgefangene in
jener Zeit war, waren amputierte Nasen also keineswegs selten. Und auch den Gelehrten Griechenlands sowie Roms war
auch schon die eine oder andere Schönheitskorrektur bekannt .
Im Mittelalter wurde es wie um so vieles anderes auch um die plastische Chirurgie besonders ruhig. Der nächste
Meilenstein war erst zu Zeiten der Renaissance festzuhalten. Der italienische Arzt Gaspare Tagliacozzi schrieb
eines der ersten bedeutsamen Werke der plastischen Chirurgie. Dieses Buch hatte mitunter Nasenplastiken
Rekonstruktionen von Ohren und die Übertragung lebender Haut zum Gegenstand. Im 19 Jahrhundert machte sich hier zu
Lande insbesondere Johann Friedrich Dieffenbach im Rahmen der plastischen Chirurgie einen Namen. Er kann als eine
der frühen Wegbereiter im Rahmen der Transplantations-Chirurgie gelten. In nachfolgenden Jahrzehnten und
Jahrhunderten wandelte sich die plastische Chirurgie vor allem durch die wichtigen Erkenntnisse innerhalb der
Chirurgie im Allgemeinen (bzgl des Körpers möglicher Narkosen sowie hinsichtlich der Hygiene). So wurde bereits im
Jahre 1925 eine erste Straffung der Gesichtshaut vorgenommen .
Heute gehören Prozeduren wie ein facelift längst zum Standard Repertoire in der plastischen Chirurgie. Auch heute noch
entwickeln sich mitunter immer bessere Methoden, die Risiken minimieren und mit weniger Narkose auskommen. Und
auch der Preis den man mittlerweile für Schönheit zahlt, ist zunehmend im annehmbaren Bereich. Denn durch
größere Akzeptanz in der breiten Bevölkerung ist die plastische Chirurgie heutzutage schon längst nicht mehr nur
eine Dienstleistung für extravagante Ansprüche und gleichermaßen extravagante Geldbeutel. Heutzutage denken
viele offener über eine Brustvergrösserung nach als noch vor einigen Jahren .
Beeindruckend wenn man bedenkt, vor wie vielen Jahrtausenden sich wohl die ersten Versuche in der Historie der
plastischen Chirurgie abgespielt haben. Eine Entwicklung deren Früchte man heute sehen kann. Heute haben die
entsprechenden Ärzte chirurgische Mittel gegen das Alter bei der Hand (zumindest gegen dessen Anschein). Ohne die
Jahrtausende zurückgehende Wegbereitung, wäre dem wahrscheinlich nicht so.
|