Historisches Museum in Mailand wird mit
Edelstahlrohren saniert
In einem historischen
Museum in Mailand waren nicht nur die verschiedenen Exponate historisch. Auch die Wasserleitungen waren es. Das
Museumsgebäude, das schon selbst fast historischen wert besaß, musste letztes Jahr saniert werden. Man ergriff die
Gelegenheit beim Schopfe und modernisierte auch die Wasserleitungen von Grund auf. Während der Sanierung riss man
die kompletten alten Wasserleitungen aus den Wänden. Die meisten waren aus Blei, was ohnehin nicht mehr zeitgemäß
war, da man heutzutage um das Risiko möglicher Bleivergiftungen weiß. Das Leitungswasser in Italien mag zwar nicht
ganz so genauen Richtwerten unterliegen wie hier, aber da sich das Museum als Institution verstand, die auch ihren
Besuchern Rechnung tragen muss, entschied man sich dafür, die alten Wasserleitungen gänzlich zu entfernen.
Ablagerungen an Kalk in den alten Leitungen belegten auch, dass es dafür wirklich an der Zeit
war.
Das warf natürlich die
Frage auf, welche Beschaffenheit die neuen Leitungen haben sollten. Nach professioneller Beratung entschied sich
die Museumsleitung für Leitungen aus Edelstahlrohren. Edelstahlrohre waren zwar etwas teurer als Kunststoffrohre, dafür aber ungleich
vorteilhafter. Und zwar in jeder Hinsicht. So müssen Edelstahlrohre unter Umständen erst in vielen, vielen
Jahren wieder ausgetauscht werden, da sie der alltäglichen Belastung durch das fließende Wasser lange trotzen
können und weit höhere Drücke schadlos überstehen, als die bei Kunststoff der Fall gewesen wäre. Dies war
natürlich aus wirtschaftlicher Sicht einer der Hauptgründe, warum man sich für die Rohre aus Edelstahl
entschieden hat. Denn es lies sich nicht leugnen, das dem Museum durch die Sanierungsarbeiten viele Einnahmen
entgangen waren. Insofern wollte man lieber gleich auf der sicheren Seite sein und entschied sich für die
robusteren Edelstahlrohre. Auch wenn diese mehr kosteten.
Hinzu kam noch der
Umweltaspekt. Denn es lässt sich nicht von der hand weisen, dass Edelstahl weit umweltfreundlicher ist als
Kunststoff. Schließlich lässt sich Edelstahl zu 100 % recyceln. Das kann man von Kunststoff nicht behaupten. Ferner
missfiel dem Museumsleiter der Gedanke, dass sein altehrwürdiges Museum mit Plastik durchzogen sein würde. Das
stünde dem “Geist“ des Hauses schlecht zu Angesicht, wie der betagte Museumsleiter meinte. Dies war vor allem
insofern nicht ganz falsch, da es unvermeidbar war, dass einige der Rohrsysteme bei den Abschlussarbeiten, während
das Museum schon wieder seinen Betrieb aufgenommen hatte, frei sichtbar lagen. Da war Edelstahl natürlich schöner
anzuschauen, als Kunststoff. Und einige Kinder (hauptsächlich Jungs) entwickelten sogar zum Teil ein größeres
Interesse an den Handwerkern, die die letzten Schweißfittings anbrachten. Dieses Spektakel wäre freilich ausgeblieben, wenn man sich für
Kunststoffrohre entschieden hätte. Nun kann sich das Mailänder Museum bester Wasserqualität erfreuen und an
einem Rohrnetz, dem der Zahn der Zeit nur wenig anhaben wird.
Doch auch außerhalb
Italiens (welch Wunder!) kommen Edelstahlrohre immer öfter zum Einsatz, wenn es um effiziente Wasserleitungen geht.
Den Edelstahl bietet in der Verarbeitung all jene Vorteile, die Kunststoff auch hat (vor allem bezüglich der
Verformbarkeit). Doch jenseits davon ist der Edelstahl dem Kunststoff in jeder Hinsicht überlegen. Sei es bezüglich
der Langlebigkeit, der Umweltfreundlichkeit, der Optik oder der Robustheit. Wer sich einmal für Edelstahlrohre
entscheidet, der wird sich anschließend mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie wieder Gedanken um seine
Wasserleitungen machen müssen. Und auch in Deutschland findet man noch viele haushalte mit Wasserleitungen aus Blei
(die seit vielen Jahren gar nicht mehr eingebaut werden DÜRFEN)!
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