Ausstellung zeigt Schlafkultur vom Strohsack bis zum
Wasserbett
Die meisten Menschen gehen wahrscheinlich davon aus, dass das
Wasserbett eine eher neue Erfindung ist – dass dem nicht so ist zeigt nun eine Ausstellung, die die Schlafkultur
einmal etwas näher beleuchtet und dabei auch das Wasserbett nicht außer Acht
lässt. Auch die Naturvölker betteten sich abends nicht immer nur auf ein gewöhnliches Strohbett, sondern
einige Gruppen, zum Beispiel auch die Nomaden, nutzten die einzelnen Bestandteile des damaligen Wasserbetts
gleich mehrfach – sie füllten das Wasser einfach in zusammen genähte bzw. zusammen geklebte Ziegenhäute. Auf
diese Art und Weise hatten sie während ihren langen Märschen immer einen ausreichenden Wasservorrat für Mensch
und auch Tier dabei und konnten die gefüllten Ziegenhäute nachts auch gleichzeitig als Unterlage zum schlafen
nutzen.
Dann wurden Wasserbetten auch wieder gegen Ende des 19. Jahrhunderts genutzt. Damals sollte es in erster Linie ein
Bestandteil der Krankenpflege sein, um zum Beispiel bettlägerige Menschen vor dem Wund liegen zu schützen.
Das Wasserbett in seiner heutigen Form
wurde dann allerdings erst in den 60er Jahren von Design Studenten konzipiert, die sich um eine Lösung für ein
angenehmeres Sitzen und auch Liegen bemühten. Dabei kamen sie dann irgendwann auf die Idee, Kunststofffolien mit
Wasser zu füllen und somit begann im Jahr 1968 die eigentliche Geschichte des Wasserbetts in
Kalifornien.
Es gibt jedoch auch noch zahlreiche andere Möglichkeiten, sich zur
Nachtruhe zu betten, von ganz einfachen Methoden wie zum Beispiel dem Feldbett und dem Holzbett bis hin zum Traum
aller kleinen Mädchen, dem Himmelbett. Bei letzterem verfügt das Bett über vier lange Stangen jeweils an den Kanten
der Liegefläche, so dass man mit deren Hilfe eine Art Dach über das Bett spannen kann. Dies verschafft ein
wunderbares Gefühl des Schutzes und auch der Geborgenheit.
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